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Innenraum

Innenraumreinigung: Flecken, Gerüche und Tierhaare

· 6 Min. Lesezeit · von Jonas Willer

Sprühextraktion reinigt einen Stoffsitz im Fahrzeug

Kurz gesagt

Die meisten Flecken auf Autopolstern lassen sich mit einer Sprühextraktion vollständig entfernen, weil dabei Reinigungslösung eingebracht und samt gelöstem Schmutz wieder abgesaugt wird. Gerüche verschwinden nur dann dauerhaft, wenn die Quelle beseitigt wird – Duftbäume überdecken sie lediglich. Tierhaare, die sich im Gewebe verhakt haben, brauchen Gummibürste oder Steinbürste, ein Sauger allein holt sie nicht heraus.

Die Reihenfolge macht den Unterschied

Innenraumaufbereitung läuft immer von oben nach unten und von trocken nach nass. Erst wird alles ausgeräumt und der Himmel vorsichtig abgenommen, dann Cockpit und Verkleidungen, dann die Sitze, zuletzt die Teppiche.

Wer umgekehrt vorgeht, verteilt Staub auf bereits gereinigten Flächen und darf zweimal ran.

Polster und Teppiche

Für Stoff ist die Sprühextraktion das Mittel der Wahl. Die Maschine bringt warme Reinigungslösung unter Druck ins Gewebe und saugt sie sofort wieder ab. Der gelöste Schmutz geht mit heraus, statt beim Trocknen als Rand zurückzubleiben.

Leder wird anders behandelt: mit einem pH-neutralen Lederreiniger, weicher Bürste und anschließender Pflege, die die Oberfläche geschmeidig hält. Aggressive Allzweckreiniger trocknen Leder aus und lassen es mit der Zeit reißen.

Gerüche wirklich beseitigen

Geruch hat immer eine Quelle. Meist sitzt sie in Polstern, im Teppich oder in der Klimaanlage. Solange die Quelle da ist, kommt der Geruch zurück – egal wie viel Duftspray man einsetzt.

Der Weg ist deshalb: Quelle finden, gründlich extrahieren, trocknen lassen, dann neutralisieren. Bei Rauch oder starken Gerüchen kommt eine Ozon- oder Aktivsauerstoffbehandlung dazu, die Geruchsmoleküle chemisch aufbricht.

Wichtig ist die Klimaanlage: Ein verkeimter Verdampfer riecht muffig und lässt sich nicht wegputzen. Eine Klimadesinfektion gehört bei muffigem Geruch dazu.

Tierhaare

Hunde- und Katzenhaare verhaken sich mit ihren Schuppen im Gewebe. Ein Staubsauger zieht sie nicht heraus, egal wie stark er ist.

Was funktioniert, ist mechanisch: eine Gummibürste oder ein Steinbürstchen, das die Haare aus dem Gewebe herauskämmt, danach absaugen. Das ist Handarbeit und der Grund, warum Tierhaare in fast jedem Betrieb als Aufschlag berechnet werden.

Was du selbst dauerhaft besser machen kannst

Gummimatten im Winter statt Textilmatten. Getränke in verschließbaren Bechern. Und einmal im Monat zehn Minuten aussaugen – das verhindert, dass sich Sand als Schleifpapier in den Teppich arbeitet.

Häufige Fragen dazu

Bekommt man Rauchgeruch aus einem Auto?
In den meisten Fällen ja, aber es ist aufwendig. Nötig sind eine gründliche Extraktion aller Textilien, die Reinigung des Innenraumfilters und der Klimaanlage sowie eine Ozon- oder Aktivsauerstoffbehandlung. Bei sehr lange verrauchten Fahrzeugen bleibt manchmal ein Rest.
Wie lange dauert eine Innenraumaufbereitung?
Eine gründliche Innenreinigung mit Extraktion braucht in der Regel einen halben bis ganzen Arbeitstag. Bei starker Verschmutzung, Tierhaaren oder Geruchsbehandlung kommt die Trocknungszeit dazu, dann wird es ein zweiter Tag.
Ist eine Extraktion für jedes Polster geeignet?
Für Stoff und die meisten Mischgewebe ja. Alcantara und Leder werden anders behandelt, weil sie keine hohe Feuchtigkeit vertragen. Wir prüfen das Material vorher.

Wir schauen uns dein Fahrzeug an.

Willer Fahrzeugaufbereitung in Stemwede. Wir sagen dir ehrlich, was bei deinem Fahrzeug sinnvoll ist – und was nicht.

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