Willer Fahrzeugaufbereitung

Lackschutz

Steinschlag: Warum eine Lackschutzfolie sich rechnet

· 5 Min. Lesezeit · von Jonas Willer

Aufziehen einer transparenten Lackschutzfolie auf einen Frontstoßfänger

Kurz gesagt

Eine Lackschutzfolie ist eine rund 150 Mikrometer dicke, transparente Polyurethanschicht, die Steinschläge abfängt, bevor sie den Lack erreichen. Sie hält mehrere Jahre und ist bei den meisten Produkten selbstheilend, das heißt feine Kratzer verschwinden bei Wärme wieder. Sie rechnet sich vor allem bei Neuwagen, dunklen Lacken und Fahrzeugen mit hohem Wiederverkaufswert.

Wo Steinschläge entstehen

Steinschläge treffen nicht zufällig verteilt. Sie konzentrieren sich dort, wo der Fahrtwind Partikel gegen das Blech drückt: Frontstoßfänger, vordere Motorhaubenkante, Kotflügelvorderkanten, Außenspiegel und die Bereiche hinter den Vorderrädern.

Genau daran orientieren sich die üblichen Folienpakete. Ein Frontschutz deckt die stärksten Zonen ab, ein Full Front nimmt die komplette Haube und die vorderen Kotflügel dazu.

Was die Folie kann

Die Folie ist deutlich dicker als jede Versiegelung und hat dadurch echte Substanz. Ein Steinchen, das sonst einen Krater im Klarlack hinterlassen hätte, wird von der elastischen Schicht abgefangen.

Die meisten aktuellen Folien haben zusätzlich eine selbstheilende Deckschicht: Waschkratzer schließen sich in der Sonne oder mit warmem Wasser wieder.

  • Schutz vor Steinschlag und Splitt
  • Schutz vor Waschkratzern und Swirls
  • Selbstheilend bei feinen Kratzern
  • Rückstandsfrei entfernbar, der Lack darunter bleibt neuwertig

Für wen sich der Aufwand lohnt

Am deutlichsten bei Neuwagen: Was nie beschädigt wird, muss nie repariert werden, und der Lack unter der Folie bleibt im Auslieferungszustand. Das schlägt beim Wiederverkauf durch.

Ebenso bei dunklen und Sonderlacken, auf denen jeder Steinschlag als heller Punkt sichtbar ist, und bei Fahrzeugen mit viel Autobahnanteil.

Bei einem älteren Alltagswagen, der ohnehin schon Spuren hat, ist eine Keramikversiegelung meist das wirtschaftlichere Mittel.

Worauf es bei der Verklebung ankommt

Die Folie ist nur so gut wie ihre Verklebung. Der Lack muss vorher makellos sauber und dekontaminiert sein – jedes Staubkorn bleibt später als Punkt sichtbar.

Sauber gearbeitet werden die Kanten um das Bauteil herum eingeschlagen, sodass keine sichtbare Folienkante stehen bleibt. Das ist der Unterschied zwischen einer Folierung, die man sieht, und einer, die man nicht bemerkt.

Häufige Fragen dazu

Wie lange hält eine Lackschutzfolie?
Je nach Produkt und Pflege mehrere Jahre. Die Hersteller geben üblicherweise fünf bis zehn Jahre an. Danach lässt sie sich rückstandsfrei abziehen, der Lack darunter ist unverändert.
Sieht man die Lackschutzfolie?
Bei sauberer Verlegung praktisch nicht. Die Folie ist glasklar, und die Kanten werden um das Bauteil herum eingeschlagen. Aus normalem Betrachtungsabstand fällt sie nicht auf.
Kann man eine Lackschutzfolie wieder entfernen?
Ja, sie ist rückstandsfrei entfernbar. Genau das ist einer ihrer Vorteile: Der Lack darunter ist beim Abziehen noch im Zustand des Tages, an dem foliert wurde.

Wir schauen uns dein Fahrzeug an.

Willer Fahrzeugaufbereitung in Stemwede. Wir sagen dir ehrlich, was bei deinem Fahrzeug sinnvoll ist – und was nicht.

Passt dazu

← Alle Ratgeber-Beiträge

WhatsAppTermin anfragen